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Zusatznutzen nach Anwendungsgebieten

Veröffentlicht am: 11.12.24

Zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2023 wurden Nutzenbewertungsverfahren für 438 Wirkstoffe (definiert durch einen ATC-Kode) abgeschlossen. Für 409 dieser Wirkstoffe liegt mindestens ein Beschluss zum Zusatznutzen vor. Um mögliche Unterschiede in verschiedenen Indikationsbereichen zu analysieren, wurden die Wirkstoffe zehn Krankheitsgruppen zugeordnet und innerhalb jeder dieser Gruppen der Anteil der Wirkstoffe nach dem Ausmaß des Zusatznutzens bestimmt. Dabei wurde je Wirkstoff der höchste Zusatznutzen berücksichtigt, der für mindestens eine Patientengruppe in mindestens einem Verfahren belegt werden konnte.

Insgesamt wurde für 255 Wirkstoffe (62 %) mindestens einmal ein Zusatznutzen attestiert. Der höchste Anteil von Wirkstoffen mit mindestens einem Zusatznutzen fand sich bei den onkologischen Arzneimitteln: Nur für knapp 22 % (26 von 120 Wirkstoffen) konnte in keinem Fall ein Zusatznutzen gezeigt werden, für 3 % (4 Wirkstoffe) dagegen ein erheblicher und für 36 % (43 Wirkstoffe) ein beträchtlicher Zusatznutzen.

Bei den Arzneimitteln für das alimentäre System fällt auf, dass für fast zwei Drittel der Wirkstoffe (63 %, entspricht 19 Wirkstoffen) der Zusatznutzen nicht quantifiziert werden konnte. Hierbei handelt es sich überwiegend um Orphan Drugs, denen allein aufgrund dessen, dass sie zugelassen wurden, ein Zusatznutzen zuerkannt wurde.

Weitere Gruppen, in denen der Anteil von Wirkstoffen ohne mindestens einmal belegten Zusatznutzen gering ist, sind Arzneimittel mit Wirkung auf das Immunsystem (Immunsuppressiva bzw. Immunstimulanzien) und Arzneimittel zum Einsatz bei Atemwegserkrankungen: Hier sind nur 36 bzw. 39 % der Wirkstoffe ohne belegten Zusatznutzen; dies entspricht 15 bzw. 7 Wirkstoffen.

Am geringsten ist der Anteil von Arzneimitteln mit mindestens einmal gezeigtem Zusatznutzen bei den Arzneimitteln für kardiovaskuläre Erkrankungen mit 42 % (8 Wirkstoffe) bzw. den Antidiabetika mit 44 % (10 Wirkstoffe).

Created with Highcharts 4.1.4Chart context menuDownloadAnteil WirkstoffeErgebnisse zum Anteil von Wirkstoffen innerhalb der genannten Indikationsgebiete entsprechend Ausmaß des Zusatznutzens. Berücksichtigt wurdejeweils der höchste Zusatznutzen je Wirkstoff für mindestens eine Patientengruppe in mindestens einem Nutzenbewertungsverfahren im Zeitraumzwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2023.Ergebnisse zum Anteil von Wirkstoffen innerhalb der genannten Indikationsgebiete entsprechend Ausmaß des Zusatznutzens. Berücksichtigt wurde jeweils der höchste Zusatznutzen je Wirkstoff für mindestens eine Patientengruppe in mindestens einem Nutzenbewertungsverfahren im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2023.erheblichbeträchtlichgeringnicht quantifizierbarnicht belegtKrebs (n=120)Immunsystem(n=42)Immunsystem (n=42)Antiviral (n=36)Diabetes (n=23)Nervensystem(n=32)Nervensystem (n=32)AlimentäresSystem (n=30)Alimentäres System (n=30)Blut (n=26)Kardiovaskulär(n=19)Kardiovaskulär (n=19)Atemwege(n=18)Atemwege (n=18)Übrige (n=63)0100
IGES ARA® (https://iges-ara.com/) auf Basis von Angaben des G BA (http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung).