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Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Krebsmedikamenten L01 Antineoplastische Mittel

Veröffentlicht am: 28.03.25

Fazit zu den Entwicklungen bei den Krebsmedikamenten

Die Mittel gegen Krebs verursachten der GKV 2023 Ausgaben in Höhe von 8,12 Mrd. Euro. Dahinter steht eine Ausgabenerhöhung zu 2022 um 818,9 Mio. Euro (Plus von 11,2%). Der Ausgabenzuwachs war fast doppelt so hoch wie im Vorjahr 2022, trotz erhöhtem Herstellerabschlag.

  • Der Verbrauch für Mittel gegen Krebs stieg 2023 um 12% auf 96,2 Mio. DDD. Bezogen auf bestimmte innovative Arzneimittelgruppen stieg der Verbrauch am stärksten bei den PD-1/PDL-1-Inhibitoren (2,4 Mio. DDD). Der zu dieser Gruppe gehörende Antikörper Pembrolizumab erreichte einen Zuwachs von 1,3 Mio. DDD und ist damit nun nach 5-Fluoruracil der zweithäufigste antineoplastische Wirkstoff.
  • Die antineoplastischen Mittel zur Krebstherapie gehören zu den Indikationsgruppen mit dem höchsten innovativen Potenzial. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre wurden fast 60 neue Wirkstoffe bzw. fixe Wirkstoffkombinationen eingeführt, davon zehn im Jahr 2023. Entsprechend erhöhten die Innovationskomponenten die Ausgaben 2023 um 506 Mio. Euro.
  • Durch Preisreduktionen kam es 2023 zu Einsparungen in Höhe von 551,4 Mio. Euro. Zu den Preissenkungen trugen hauptsächlich die Preisverhandlungen im Rahmen der Nutzenbewertung bei, in ähnlichem Umfang aber auch einmalig der höhere Herstellerabschlag im Jahr 2023.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Krebsmedikamenten

  • In den letzten Jahren sind ausgesprochen viele neue antineoplastische Wirkstoffe eingeführt worden. Dabei handelt es sich überwiegend um zielgerichtete Therapien, durch die auch neue Therapieansätze begründet wurden. Hervorzuheben ist hier bspw. die Einführung der Immunonkologika oder der CAR-T-Zell- Therapien.
  • Insbesondere diese mit der Innovationstätigkeit einhergehende hohe Zahl von Neueinführungen hat zu dem in den vergangenen Jahren beobachteten Ausgabenwachstum beigetragen.
  • Da der Innovationsschub bei den Krebsarzneimitteln in den nächsten Jahren anhalten wird, ist auch mit weiterem Ausgabenwachstum in ähnlicher Größenordnung wie in den letzten Jahren zu rechnen.
  • Eine gewisse Entlastung ergibt sich durch Patentabläufe. Auch in den nächsten Jahren werden immer wieder Generika und Biosimilars auch für die zielgerichteten Therapien verfügbar sein, doch ist aktuell kein Patentablauf für „Blockbuster“ in Sicht, der zu spürbaren Einsparungen führen würde.