Aktuelle und künftige Entwicklungen bei den AntibiotikaJ01 Antibiotika zur systemischen Anwendung
Veröffentlicht am: 26.03.25
Fazit zu den Entwicklungen bei den Antibiotika
Die Ausgaben der GKV für Antibiotika beliefen sich für 2023 auf 600,1 Mio. Euro. Sie nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 20,3% zu.
Ausgabenerhöhung 2023 auf 600,1 Mio. Euro (Plus von 20,3%).
Der Verbrauch stieg 2023 in der Indikationsgruppe um 43 Mio. DDD (16 %) auf rund 304 Mio. DDD. Der erneute starke Anstieg ist durch wieder starke Erkältungswellen im Jahr 2023 bedingt. Ein Verbrauchszuwachs war für die meisten Therapieansätze festzustellen, ein relevanter Rückgang nur für die Beta-Lactamase-sensitiven Penicilline (hauptsächlich Phenoxymethylpenicillin).
Innovationen bei Antibiotika werden in den meisten Fällen als Reserveantibiotika eingestuft. Tatsächlich gab es seit 2019 drei Neueinführungen, die alle als Reserveantibiotika gelten. Da Reserveantibiotika so selten wie möglich eingesetzt werden sollen, schlagen sie sich in den Ausgaben kaum nieder.
Die Preiskomponente erhöhte die Ausgaben um rund 7 Mio. Euro.
Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Antibiotika
Der Antibiotikaverbrauch war bereits vor der COVID-19-Pandemie deutlich rückläufig, da sich zur Vermeidung von Resistenzentwicklungen eine rationalere und noch stärker leitliniengerechte Anwendung etabliert.
Nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen ist der Verbrauch kräftig gestiegen und möglicherweise wird es weitere Verbrauchssteigerungen geben. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Verbrauch wieder das Niveau früherer Jahre (vor 2015) erreicht.
Die Ausgaben für Antibiotika werden in der Zukunft eher weiter steigen, da Antibiotika von mehreren Regelungen des ALBVVG betroffen sind (Möglichkeit von Preiserhöhungen, Unterstützung der europäischen Produktion). Sinkende Ausgaben sind nur bei geringerem Verbrauch zu erwarten.
Diese Internetseiten informieren über den Arzneimittelmarkt in Deutschland und zeigen etwa den Verbrauch von Medikamenten. Diese Angaben spiegeln die wesentlichen Trends des derzeitigen Behandlungsgeschehens wider. Sie sind jedoch nicht als individuelle Therapieempfehlungen zu verstehen.
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