Aktuelle und künftige Entwicklungen bei BluthochdruckmittelnC02–C09 Mittel bei Hypertonie
Veröffentlicht am: 24.02.25
Fazit zu den Entwicklungen bei den Blutdruckmitteln
Die Mittel zur Behandlung der Hypertonie verursachten 2023 Ausgaben in Höhe von insgesamt 2,92 Mrd. Euro und lagen damit 2,8 % über denen des Vorjahres.
Ausgabenerhöhung 2023 zu 2022 um 80,3 Mio. Euro (Plus von 2,8%).
Der Verbrauch ging 2023 in der Indikationsgruppe um 0,4% zurück. Für die Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System (ACE-Hemmer und AT-II-Antagonisten) war ein Verbrauchsanstieg um 45,5 Mio. DDD zu beobachten. Ein Verbrauchswachstum findet sich auch für Calciumkanalblocker und Mittel bei pulmonaler Hypertonie.
Die Indikationsgruppe ist in Bezug auf die Arzneimittel, die bei arterieller Hypertonie eingesetzt werden, inzwischen komplett generisch, nachdem in den letzten Jahren auch der Patentschutz für alle AT-II-Antagonisten abgelaufen ist.
Innovative Arzneimittel finden sich aktuell in der Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie. Als weitere Innovation ist das bei Herzinsuffizienz eingesetzte Sacubitril/Valsartan zu nennen. Die Wirkstoffkombination hatte den höchsten Umsatzanstieg und leistete in der Teil-Indikationsgruppe der Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System den Hauptbeitrag zur positiven Innovationskomponente.
Insgesamt führte die Preiskomponente zu Mehrausgaben von 21,4 Mio. Euro. Verantwortlich waren minimale Preiserhöhungen bei generischen Wirkstoffen wie etwa Candesartan oder Nebivolol.
Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Blutdruckmitteln
Bis 2015 dominierten in der Indikationsgruppe der Mittel zur Behandlung der Hypertonie Einspareffekte durch Generikaeinführungen bzw. Preisreduktionen infolge des Wettbewerbs zwischen den Generikaherstellern. So gingen die Ausgaben in jedem Jahr zurück, trotz eines weiterhin steigenden Verbrauchs. Hier hat nun eine Trendwende eingesetzt, da im Prinzip alle wichtigen Therapieansätze generisch verfügbar sind und teilweise ein extrem niedriges Preisniveau erreicht war.
Inzwischen ist für die generischen Gruppen zu beobachten, dass die Preise wieder leicht nach oben gehen können, wenn sich durch neue Rabattverträge veränderte Konstellationen ergeben.
Die Verbrauchsentwicklung hat sich in den vergangenen beiden Jahren für kurze Zeit wieder etwas beschleunigt, bedingt vor allem durch den Verbrauchszuwachs bei AT-II-Antagonisten (Sartane). Inzwischen stagniert der Verbrauch und eine erneute Wachstumsbeschleunigung ist vorerst nicht absehbar.
Die Kompensationen durch Generikawettbewerb werden zunächst weiterhin gering ausfallen; geringe Einsparmöglichkeiten sind in Zukunft durch Generika bei Mitteln gegen pulmonale Hypertonie möglich.
Diese Internetseiten informieren über den Arzneimittelmarkt in Deutschland und zeigen etwa den Verbrauch von Medikamenten. Diese Angaben spiegeln die wesentlichen Trends des derzeitigen Behandlungsgeschehens wider. Sie sind jedoch nicht als individuelle Therapieempfehlungen zu verstehen.
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